Zwangsarbeiterlager Mattenberg
In Mattenberg war zur NS-Zeit das zweit größte Zwangsarbeiterlager in Kassel mit ca. 4.000 Menschen. Vor dem Krieg wurde auf dem Gelände eine Werkssiedlung für Arbeiter einer neuen Produktionsstätte der Henschel Flugmotorenbau GmbH erbaut. Geplant waren 3.000 Wohnungen, wegen des Krieges wurden nur 600 fertig. Ab 1940 diente die Siedlung der Unterbringung von Zwangsarbeiter. Diese arbeiteten hauptsächlich in dem Flugmotorenwerk. Das Lager bestand aus den schon fertiggestellten Häusern der Siedlung und aus 15 neu errichteten, einfachen Baracken, um die Anzahl der Zwangsarbeiter mit werksnaher Unterbringung zu erhöhen. In dem Zwangsarbeiterlager gab es eine Schule und einen Kindergarten. Diese Einrichtungen waren für deutschstämmige Kinder aus dem damaligen Jugoslawien, welche aus ihrer Heimat im Raum Laibach (heute Ljubljana, Slowenien), zwangsweise umgesiedelt wurden.
