netzwerke der ns-verfolgung in kassel

Interventionen zum Polizeipräsidium Königstor

Die Intervention thematisiert die Nutzung des Polizeipräsidiums am Königstor 31 durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) des NS-Regimes. Der Oberpräsident von Kurhessen gründete im Mai 1933 die Gestapo Kurhessens mit ihrer zentralen Gestapostelle im Polizeipräsidium. Der Hauptsitz der Gestapostelle wurde 1938 zwar in die Wilhelmshöher Alle verlegt, doch die Gestapo nutzte weiterhin den Zellentrakt des Polizeipräsidiums für Ihre Zwecke. Als zentrale Haftort der Gestapostelle Kassel diente aber das 15 km südlich von Kassel gelegene, einstige Kloster Breitenau, wo sie 1933/1934 ein Konzentrationslager (KZ) und in den Jahren 1940-1945 ein Arbeitserziehungslager (AEL) betrieb. Opfer des KZ-Haft waren vor allem politische Gegner des Nationalsozialismus, während das AEL vor allem der Verfolgung ausländischer Zwangsarbeiter diente.

Timo Päschke

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Recherche & Text: Timo Päschke


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