netzwerke der ns-verfolgung in kassel
01

Salzmannfabrik

Mitte des 19. Jahrhunderts hat Georg Salzmann angefangen mit Garnen und Webwaren aus regionaler Produktion zu handeln. Sein Sohn Heinrich trat am 1.November 1878 in die Firma »Salzmann und Behrens" ein, welche später in »Salzmann und Comp." umbenannt wurde. Heinrich Salzmann prägte den Kasseler Stadtteil Bettenhausen stark durch die Industrialisierung.

Ab 1933 unterstützte »Salzmann & Comp." die NSDAP. Im Zweiten Weltkrieg erlebte die Firma durch die Herstellung kriegswichtiger Zelt- und Planenstoffe einen erneuten Boom. Auf dem Werksgelände befand sich von September 1944 bis Kriegsende das von der »Organisation Todt" betriebene »Lager Bähr". Zwischen 1.000 und 3.000 Zwangsarbeitende wurden im Lager untergebracht. Die Zwangsarbeitenden wurden zum Bunker- und Stollenbau, aber auch zu Aufräumarbeiten nach Luftangriffen eingesetzt. Bis Kriegsende lagen große Teile der Fabrikanlagen in Trümmern.


← Zurück zu Kasseler Osten