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Fieseler-Siedlung

Die Fieseler-Siedlung wurde 1935 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nahegelegenen Fieseler-Werke errichtet. Bis 1938 entstanden dort insgesamt 286 Häuser mit 484 Wohnungen. Durch die heimliche Aufrüstung des NS-Regimes konnten die Gerhard-Fieseler-Werke expandieren und ließen deshalb die Siedlung errichten.

Voraussetzung für den Erhalt einer Wohnung oder eines Hauses war die sogenannte »Siedlungsfähigkeit". Das bedeutete, dass eine ärztliche Untersuchung nachgewiesen werden musste, die dem Gesundheitsideal der NS-Ideologie entsprach. Zudem wurde eine Ehefrau vorausgesetzt, wobei beide Partner als »fortpflanzungsfähig" gelten mussten. Darüber hinaus mussten Bewerberinnen und Bewerber als »politisch zuverlässig" gelten und einen sogenannten »Ariernachweis" vorlegen.

Auch baulich folgte die Siedlung typischen Vorstellungen der NS-Zeit: Die Häuser wurden mit Gärten angelegt, die den Eigenanbau von Gemüse ermöglichten, und entsprachen den architektonischen Leitbildern der Zeit.


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