Motorenbau Werk Kassel / Junkers
Die Firma »Junkers Flugzeug- und Motorenwerke Flugzeugbau AG" hat während der NS-Zeit Kriegsflugzeuge hergestellt. Ihr Hauptwerk lag in Dessau und diverse Zweigwerke in Deutschland verteilt. Eines davon war in Kassel auf einem Industriegelände auf dem ehemaligen Forst in Kassel im Stadtteil Bettenhausen, welches nun die heutige Lilienthalstrasse 150 ist. Das Zweigwerk in Kassel fing mit der Herstellung von Zubehörteilen für Flugzeugmotoren an und entwickelte sich mit der Zeit zum Bau von kompletten Flugzeugmotoren.
Für die Produktion wurde Zwangsarbeit eingesetzt. Für das Werk gab es zwei Zwangsarbeiterlager, die später auch unter dem Namen »Junkerscamp Lettenlager" bekannt waren. In 28 Barracken waren ungefähr 3000 Menschen untergebracht.
Nach dem Krieg wurde 1948 das Areal samt Gebäude von der Firma AEG übernommen, die bis zur Schließung dieses Werkes 16 Millionen Kühlschränke hier produzierte.