22
Erlenfeld-Siedlung
Die »Siedlung Erlenfeld" entstand in den 1930er-Jahren auf Grundlage einer Notverordnung, um der wirtschaftlichen Not der Weltwirtschaftskrise entgegenzuwirken. Das Ziel war es, das Menschen durch Selbsthilfe auf »eigener Scholle" sich ihr eigenes Heim erbauen. Jeder der 103 Siedler erhielt im Erbpachtverfahren ein rund 1.000 Quadratmeter großes Grundstück.
Ein nachträglicher Paragraf ermöglichte die einmonatige Kündigung bei »Ungeeignetheit" oder wichtigen Gründen. Über Widersprüche entschied - unter Ausschaltung der ordentlichen Gerichtsbarkeit - das NS-Heimstättenamt der NSDAP.
