24
Schüsse auf Bauwagenbewohner
Am Abend des 6. August 2001 wurde der als linker Kulturort bekannte Bauwagenplatz am Kasseler Hafen von dem gegenüberliegenden Fuldaufer aus mit 9-mm-Munition beschossen. Die Bewohner blieben unverletzt, doch die polizeilichen Ermittlungen verliefen schleppend. Da die Tat nicht als versuchter Mord gewertet wurde, sind die Akten und Beweismittel heute aufgrund von Löschfristen vernichtet. Der mutmaßlich rechtsextreme Anschlag rückte erst im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Walter Lübcke wieder in den Fokus, da der Mitangeklagte Markus Hartmann damals in unmittelbarer Nähe wohnte. Zudem zeigt die Tat Parallelen zu einem Schussattentat auf einen Kasseler Lehrer im Jahr 2003.