Angriff auf Ahmed I.
Der irakische Geflüchtete Ahmed I. überlebte am 6. Januar 2016 in Lohfelden einen lebensgefährlichen Messerangriff durch einen unbekannten Radfahrer nur knapp. Ins Visier der Ermittler fiel damals auch Stephan Ernsts, der für die Tatzeit kein Alibi hatte und dessen rechtsextreme Gesinnung bereits bekannt war. Trotzdem verzichtete die Polizei damals auf eine Hausdurchsuchung. Sie teilte nicht die Vermutung, dass es sich um einen rassistischen Anschlag gehandelt haben könnte.
Stephan Ernst teilte allerdings damals mit, dass er nach den Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln am 06.01.2016 hoch aggressiv gewesen war und in dem benachbarten Stadtteil eine Person mit Migrationshintergrund "Euch müsste man den Hals aufschneiden!" hinterhergerufen hatte. Nach dem Mord an Walter Lübcke wurde an dem Messer vom am 6. Januar 2016 schwache DNA-Spuren sichergestellt, das OLG Frankfurt sprach ihn jedoch im Januar 2021 aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf des versuchten Mordes frei. Ahmed I. leidet bis heute unter den Folgen der Tat.