Walter-Lübcke-Brücke
Weil er sich öffentlich für die Aufnahme von Geflüchteten einsetzte, wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke zur Zielscheibe von Rechtsextremisten. Während einer Bürgerversammlung im Lohfeldener Bürgerhaus am 14. Oktober 2015 verteidigte er die demokratischen Grundwerte und fügte hinzu, dass jeder, der diese nicht teile, das Land verlassen könne. Die Rechtsextremisten Stephan Ernst und Markus Hartmann waren vor Ort. Während Ernst im Saal hetzte, filmte Hartmann die Rede. Das Video wurde im Netz verbreitet und machte Lübcke zum zentralen Hassobjekt der extremen Rechten.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2019 wurde Regierungspräsident Walter Lübcke auf der Terrasse seines Hauses in Istha aus nächster Nähe erschossen. Ein forensischer DNA-Treffer führte die Ermittler zum Rechtsextremisten Stephan Ernst. Ernst nannte später explizit die Lohfeldener Bürgerversammlung von 2015 als entscheidenden Beweggrund für den Mord. Seit Juni 2021 ist die Brücke nach dem ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke benannt.