netzwerke der ns-verfolgung in kassel
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Fieseler Werk 1

Am 1. April 1930 erwarb Gerhard Fieseler den bisher von Fritz Ackermann betriebenen "Segelflugzeugbau Kassel" . Erst baute er Segelflugzeuge, dann Sportflugzeuge, während der NS-Zeit auch Militärflugzeuge. Am 1. April 1939 wurde das Werk in Gerhard »Fieseler Werke GmbH" umbenannt.

Für ihre Arbeiter\*innen baute die Firma eine Werksiedlung neben dem Werk. In den »Gerhard-Fieseler-Werken" arbeiteten bis zu 6000 ausländische Arbeiter bzw. Zwangsarbeiter. Die Zwangsarbeitenden erzählten von schlechten Arbeits- und Wohnbedingungen.

Am 29.03.1944 wurde Gerhard Fieseler von der NSDAP wegen "Nichteinhaltung eines Liefertermins" und wegen "Spannungen zur NSDAP" als Betriebsleiter abgesetzt. Die »Fieseler-Werke" standen bei der Royal Air-Force ganz oben auf der Liste der zu zerstörenden deutschen Fabriken und wurden deshalb priorisiert zerstört.

Heute sticht besonders die fehlende Aufarbeitung, durch die heute bestehende »Gerhard-Fieseler-Stiftung" auf dem ehemaligen Gelände der Fieseler-Werke, negativ hervor.


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