06
Salzmann Lager für »jüdische Mischlinge"
Auf dem Werksgelände der Salzmann-Fabrik in Bettenhausen befand sich von September 1944 bis Kriegsende das von der »Organisation Todt" betriebene »Lager Bähr". Zwischen 1.000 und 3.000 Zwangsarbeitende wurden in einer ehemaligen Werkhalle, die 100 Meter lang und 30 Meter breit war, untergebracht. Frauen und Männer waren gemeinsam in der Halle, die Mehrheit von ihnen waren »Ostarbeiter" und Juden aus »Mischehen". Die hygienischen Zustände waren katastrophal. Die Zwangsarbeitenden wurden zum Bunker- und Stollenbau, aber auch zu Aufräumarbeiten nach Luftangriffen eingesetzt.