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Messinghof

Der Messinghof war ein wichtiger Produktionsstandort für Messingerzeugnisse, aber auch für andere gegossene Metallwaren. Er existiert seit dem 15. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert vom Landgrafen erweitert. Bekannt wurde der Messinghof vor allem durch die Herstellung der Herkulesstatue. Im 19. Jahrhundert produzierte er zudem für den Maschinenbau, die Eisenbahn, die Automobilindustrie sowie für Fahrradteile.

Im Jahr 1869 wurde der Betrieb privatisiert und von der Firma Lieberg & Co. geführt. Da die Familie Lieberg jüdisch war, wurde der Betrieb 1938 enteignet und »arisiert". In dem Zwangsarbeitslager am Messinghof waren Polen, Russen und Balten untergebracht, die zur Zwangsarbeit im Messinghof verpflichtet waren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Messinghof stark zerstört.

Ein erhalten gebliebenes Gebäude des Messinghofs wurde 2012 vom Autohausunternehmen Glinicke aufgekauft, denkmalgerecht restauriert und wird heute vom selben Unternehmen als Eventlocation genutzt.


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