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Angriff auf einen Obdachlosen von einem »Sturm 18"- Mitglied am Hauptbahnhof 2011

Im Juli 2011 trat der Rechtsanwalt Dirk Waldschmidt am Kasseler Hauptbahnhof einem 31-jährigen Obdachlosen ins Gesicht. Dirk Waldschmidt gehörte der Kasseler Neonazi-Kameradschaft »Sturm 18" an und war Landesvizevorsitzender der »Nationaldemokratischen Partei Deutschlands" (NPD) in Hessen. Später vertrat er als Rechtsanwalt unter anderem den Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan Ernst. Zum Tatzeitpunkt stand der frühere »FAP"-Aktivist bereits wegen Gewalttaten gegen seine ehemalige Ehefrau sowie zahlreicher Einbrüche unter Bewährung. Der Angriff verdeutlicht die systematische Gewaltbereitschaft der Kameradschaft »Sturm 18", deren Anführer Bernd Tödter bereits 1993 einen Obdachlosen zu Tode getreten hatte. Die Kameradschaft entwickelte sich unter Bernd Tödter zu einer gewaltbereiten »Skinhead-Sauf-Kameradschaft", die für ihre besondere Aggressivität gegenüber als »asozial" stigmatisierten Menschen bekannt war. Ihre Mitglieder verbreiteten ihre menschenverachtende Ideologie und Gewaltfantasien zudem in bundesweiten rechtsextremen Internetforen. »Sturm 18" blieb über Jahre ein zentraler Akteur des militanten Neonazi-Milieus in Nordhessen, bevor die Kameradschaft im Oktober 2015 vom hessischen Innenministerium verboten wurde.


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